Anwendungsgebiete von Trinknahrungen

Trinknahrung kaufen sind diätische Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke (Bilanzierte Diäten). In manchen Fällen werden Sie auch als Standard-Elementardiäten bezeichnet, so in der Arzneimittelrichtlinie, die zur Verordnungsfähigkeit von Trink- und Sondennahrung seit dem 10.10.2015 in Kraft getreten ist.

Der Einsatz von Trinknahrungen ist indiziert, wenn der Bedarf an Nährstoffen durch eine gemischte Kost nicht bzw. nicht ausreichend gedeckt werden kann. Trinknahrungen werden nach ihrer Energie- und Nährstoffdichte eingeteilt. So findet man normokalorische und hochkalorische Trinknahrungen und solche, die einen hohen oder normalen Proteingehalt haben. Sie sind zur ausschließlichen und/oder ergänzenden Ernährung geeignet. Trinknahrungen, die sich als ausschließliche Nahrungsquellen eignen, sind erstattungsfähig bei fehlender oder eingeschränkter Fähigkeit zur ausreichenden normalen Ernährung und wenn andere medizinische oder pflegerische Maßnahmen nicht ausreichen.

Nestlé Health Science liefert ein umfangreiches Sortiment an Trinknahrungen aus der Resource und Palenum Produktgruppe. Abgestimmt auf die verschiedenen Ernährungsbedürfnisse erhalten sie unterschiedlich hohe Nährstoffdichten und sind in verschiedenen Geschmacksrichtungen (süß, fruchtig-frisch und pikant) entwickelt worden, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Patienten gerecht zu werden.

Sie werden empfohlen zur diätischen Behandlung und Prophylaxe von Mangelernährung bei Kindern und Erwachsenen mit weitgehend intakter Verdauungs- und Resorptionsfunktion.

Erstattungsfähigkeit

Trinknahrungen sind zur ausschließlichen und/oder ergänzenden Ernährung geeignet. Trinknahrungen, die sich als ausschließliche Nahrungsquellen eignen, sind erstattungsfähig bei fehlender oder eingeschränkter Fähigkeit zur ausreichenden normalen Ernährung oder wenn andere medizinische oder pflegerische Maßnahmen nicht ausreichen, gemäß Neufassung der Arzneimittelrichtlinie (AMR), Kapitel I, vom 18.12.2008/22.01.2009 Beschluss des gemeinsamen Bundesausschusses.

Indikationen

Bestehende bzw. drohende Mangelernährung durch Appetitverlust und unzureichende Nahrungsaufnahme
Erhöhter Energie- und Eiweißbedarf (z.B. bei Dekubitus, Störungen der Wundheilung und der Immunabwehr, nach großen Operationen)
Konsumierende Erkrankungen (z.B. Tumorerkrankungen, Infektionen, HIV/AIDS)
Akute oder chronische Kau- und Schluckbeschwerden (z.B. in der Neurochirurgie, Neurologie, Kieferchirurgie, Geriatrie, Psychiatrie)
Neurologische Erkrankungen (z.B. senile Demenz, Morbus Alzheimer)
Muskellähmungen (nach Apoplex oder bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems)
Kurzdarmsyndrom
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen
Behinderungen der Nahrungspassage (z.B. bei Stenosen im oberen Gastrointestinaltrakt)
Rekonvaleszenz
Mukoviszidose

Kontraindikationen

Trinknahrungen sollten nicht eingesetzt werden bei allen Krankheiten bzw. Zuständen, bei denen eine orale Nahrungsaufnahme kontraindiziert ist, z.B. Unverträglichkeiten oder Allergien gegenüber einzelnen Inhaltsstoffen, akuten Abdomen oder Stoffwechselentgleisungen (z.B. akute Pankreatitis, Leberkoma).

Die Dosierungen der Trinknahrung ist je nach Energie- und Eiweißbedarf des Patienten recht unterschiedlich. Auch richtet es sich nach der Schwere der Erkrankung. Für die ergänzende Ernährung reichen im Allgemeinen 1-3 Portionen á 200 ml pro Tag aus.

Bei ausschließlicher Ernährung sind, je nach Energie- bzw. Eiweißbedarf und Produkt, bis zu 8 Portionen erforderlich. Die Ernährungstherapie sollte immer an die individuellen Anforderungen eines Patienten angepasst sein und mit dem behandelnden Arzt abgestimmt sein.

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