Die Behandlung eines Lymphödems

Die komplexe physikalische Entstauungstherapie besteht aus zwei Phasen. In der 1. Phase wird das bestmögliche Ergebnis in Bezug auf die Schwellung erzielt. In Phase 2 soll das Ergebnis gehalten erhalten werden und die gegebenfalls vorhandene Fibrose und Sklerose noch mehr verbessert.

Die zwei Phasen der komplexen physikalischen Entstauungstherapie:

  • Phase 1 der Entstauung
  • Phase 2 der Konservierung und Optimierung

Die KPE ist eine kombinierte Form der Behandlung und besteht in beiden Phasen aus vier Elementen: Hautpflege, Manuelle Lymphdrainage, Kompressionstherapie, Bewegungstherapie. Alle ihren Beitrag leistenden Elemente führen nur zusammen zum bestmöglichen Ergebnis.

Manuelle Lymphdrainage

Die manuelle Lymphdrainage führen darauf spezialisierte Therapeuten aus. Eine „normale“ Massage kann damit kaum verglichen werden. Durch die manuelle Lymphdrainage kommt es zu einer Anregung der lymphgefäßwandeigenen Pulsation, was den Abfluss der Lymphe in den noch funkionierenden Lymphgefäßen erhöht.

Kompressionstherapie

Nachdem die manuelle Lymphdrainage den Lyphfluss erhöht hat, kann zurückgestaute Flüssigkeit in den Lymphkapillaren aufgenommen werden. Mit einer entsprechenden Kompressionstherapie kann dieser Prozess optimal unterstützt werden. Die Kompressionstherapie beeinflussst die Druckverhältnisse im Gewebe positiv.

Was können Sie selbst zum Erfolg der Behandlung beitragen?

  • Befolgen Sie die Hinweise und Empfehlungen Ihres Arztes.
  • Wenn Ihnen ungewöhnliche Dinge auffallen, z.B. Rötung der Haut, Entzündungen, Schmerzen, Zunahme des Ödems. etc., dann gehen Sie umgehen zum Arzt!
  • Durch die konsequente Mitarbeit bei der komplexen physikalischen Entstauungsterapie, tragen Sie entscheidend zum Therapieerfolg bei. Hautpflege, Tragen von Kompressionsstrümpfen, Termine beim Lymphttherapeuten – das Durchführen der empfohlenen Bewegungsübungen liegt ganz in Ihrer Hand!
  • Wenn Sie Probleme mit Sitz und Passform ihrer Kompressionsstrümpfe haben, können Sie sich an uns als Sanitätshaus wenden.
  • Ausgewogene Ernährung: Spezielle Diäten gibt es nicht, aber Übergewicht sollte vermieden werden, damit das Lymphgefäßsystem nicht zusätzlich belastet wird.
  • Mitverantwortung bei Eingriffen, z.B. Blutdruckmessungen, Blutabnahmen oder Injektionen sollten nicht am betroffenen Bein oder Arm vorgenommen werden. Denken Sie dran behandelnde Therapeuten, Ärzte, Pflegepersonal, etc. über Ihre Lympherkrankung in Kenntnis zu setzen.
  • In Ihrer Freizeit ist der Schutz vor übermäßiger Sonneneinstrahlung wichtig, Solarien sind auch tabu! Die Wärme ruft eine Erweiterung der Gefäße hervor, Sonnenbrand belastet die Haut zusätzlich. Auch Insektenstiche klnnen Entzündungen verursachen, das Lymphödem sich dadurch verschlechtern.
  • Im Haushalt sollten Sie sich vor Verletzungen schützen und Überbelastung (z.B. durch schweres Heben) vermeiden.
  • Sport ist erlaubt und wichtig, aber das richtige Maß macht’s. Extremsportarten können sich eher ungünstig auf das Lymphödem auswirken. Fragen Sie vorher einen Arzt.
  • Bei der Wahl der richtigen Kleidung achten Sie bitte darauf keine einschnürenden Teile anzuziehen.

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