Ihr gutes Recht als Patient – Kostenvoranschlag bei der Krankenkasse

Sie haben Recht auf körperliche Unversehrtheit, welches im Grundgesetz fest verankert ist. Unserem Staat obliegt damit die Pflicht, Ihre Benachteiligungen mit gegebenen Mitteln zu beseitigen.

Kämpfen Sie für Ihre Rechte, es lohnt sich! Um angemessen versorgt zu werden, führt Ihr erster Weg immer zum Arzt! Er entscheidet dann mittels der Indikation über die wirksamste Therapie und verordnet im Bedarfsfall auch Hilfsmittel.

Wir als Sanitätshaus beraten Sie im Vorfeld gerne über die optimale Versorgung. Jedoch sollten Sie dennoch zusätzlich einen Facharzt aufsuchen.

Da Hilfsmittel in der Regel genehmigungspflichtig sind, müssen Sie einen Kostenvorschlag bei Ihrer Krankenkasse einreichen. Danach muss die Kasse prüfen, das verordnete Hilfsmittel überhaupt notwendig ist um Ihre Therapie erfolgreich abzuschließen oder die Behinderung damit ausgeglichen werden kann.

Führen Sie sich dabei stets vor Augen, dass Sie das Recht haben auf eine qualitativ angemessene Versorgung, die nach dem aktuellsten medizinischen Stand erfolgt.

Der Sachbearbeiter wird dabei gleichzeitig nach kostengünstigeren Alternativen Ausschau halten, die von der Qualität her dem verordneten Produkt ins nichts nachstehen.

Bestehen Sie auf eine hochwertige Versorgungsqualität! Die Wirtschaftlichkeit sollte nicht mit „billig“ gleichgesetzt werden.

Der Sachbearbeiter hat auch die Möglichkeit Ihren Kostenvoranschlag zum Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) zu schicken. Der MDK arbeitet mit Ärzten zusammen, die die Notwendigkeit des beantragten Hilfsmittels überprüfen und ggf. nach kostengünstigeren Alternativen suchen.

Unser Tipp:
Ihr gutes Recht ist es, eine persönliche Begutachtung durch den Arzt oder Orthopädiemechaniker des MDK zu bekommen, bestehen Sie darauf!

Falls die Krankenkasse die Versorgung absegnet, schickt sie den Bewilligungsbescheid an Ihr Sanitätshaus. Jetzt steht der Versorgung nichts mehr im Weg.

Wenn die Krankenkasse keine Notwendigkeit in der Versorgung sieht oder es ihr zu teuer ist, erhalten Sie einen Ablehnungsbescheid. Gegen diesen können innerhalb eines Monats in Widerspruch gehen.

Einen Kostenvoranschlag kann man theoretisch mit einem Versorgungsantrag gleichsetzen. Die Krankenkasse hat zwei Wochen Zeit zu prüfen ob sie sich für die beantragte Leistung zuständig sieht oder nicht. Wenn das nicht der Fall ist, wird die Krankenkasse Ihren Antrag an den für Sie zuständigen Kistenträger weiterleiten.

Die Kasse muss innerhalb von drei Wochen über den Antrag eine Entscheidung fällen. Ausnahmefall ist, wenn Gutachten benötigt werden um eine zufriedenstellende Versorgung zu gewährleisten.

Wenn eine hochwertige Versorgung benötigt wird, wird in den meisten Fällen ein solches Gutachten erstellt. Danach hat die Kasse noch einmal zwei Wochen Zeit um eine abschließende Entscheidung zu erwirken.

Sollte Ihre Krankenkasse sich nicht an die gesetzten Fristen halten, können Sie in der Regel auf eigene Kosten die benötigten Hilfsmittel beschaffen. Die Kosten können Sie dann gegenüber der Kasse geltend machen.

Wenn auf Ihren Kostenvoranschlag ein Ablehnungsbescheid erlassen wird, zögern Sie nicht und gehen Sie unverzüglich in Widerspruch. Damit versäumen Sie keine Fristen und kostenlos ist der Widerspruch noch dazu. Gegebenfalls können Sie ihn später auch wieder zurückziehen.

Auch bei Ablehnung Ihres Widerspruchs können Sie sich wehren. Vor dem Sozialgericht können Sie innerhalb eines Monats Klage einreichen. Das Verfahren ist für Sie nicht mit Kosten verbunden. Die Klage wird von einem Richter geprüft, der entscheidet ob ein Anspruch besteht oder nicht.

Entscheiden Sie sich bei der Wahl des richtigen Hilfsmittels für uns, wir greifen Ihnen tatkräftig unter die Arme, auch wenn es Genehmigungsprobleme mit den Krankenkassen gibt!


Ihr Ansprechpartner:

Oliver Barth
Tel. 0351 8 66 26 16
E-Mail: barth@sanivit.eu

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