Leistungen aus dem Pflegeversicherungsgesetz – Häusliche Pflege

pflege

Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen wächst ständig an. Es kann jeden treffen. Nach einer Tumorerkrankung oder einem Schlaganfall kann eine plötzliche Pflegebedürftigkeit enstehen.

Oftmals gab es aber auch schon vorher einen Krankheitsfall, so das bereits Leistungen der Pflegekasse in Anspruch genommen wurden.

Wenn die Pflegebedürftigkeit weiter besteht, können Leistungen über die Pflegekasse, also aus dem Pflegeversicherungsgesetz, beantragt werden.

Häusliche Pflege

Ziele der „Häuslichen Pflege“:

  • Das Ermöglichen einer größtenteils selbständigen Lebensweise, unter Einbeziehung der Fähigkeiten und Möglichkeiten von Patienten.
  • Erleichterung des Pflegealltages für pflegende Angehörige und Pflegepersonal.

Leistungen aus dem Pflegeversicherungsgesetz

Die Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung als Pflegesachleistung (§ 36 SGB XI) enthält keine Geldleistung, sondern soll die Pflegebereitschaft von Angehörigen und Nachbarn unterstützen, indem Pflegefachkräfte als Sachleistung hinzugezogen werden können. Es gelten nachfolgende Pflegesätze, die direkt an den Pflegedienst gezahlt werden.

Pflegestufe (monatlich) seit 2008

Stufe 1:      420,00 EUR

Stufe 2:      980,00 EUR

Stufe 3:   1.470,00 EUR*

Pflegestufe (monatlich) ab 2010

Stufe 1:      440,00 EUR

Stufe 2:   1.040,00 EUR

Stufe 3:   1.510,00 EUR*

Pflegestufe (monatlich) ab 2012

Stufe 1:      450,00 EUR

Stufe 2:   1.100,00 EUR

Stufe 3:   1.550,00 EUR*

* in Härtefällen seit 2008: 1.750,00 €, ab 2010:  1.825,00 €, ab 2012: 1.918,00 €

Checkliste für die häusliche Pflege

Antrag auf „Krankenhausüberleitungspflege“ nach § 37 Abs. 1 und § 37 Abs. 2 SGB V

  • Antragsformular über Kasse, Krankenhaussozialdienst und Pflegedienste erhältlich

Antrag auf Feststellung der Pflegebedürftigkeit durch den Medizinischen Dienst nach dem Pflegeversicherungsgesetz (SGB XI)

  • Antragsformular bei der Kranken- oder Pflegekasse anfordern, innerhalb von ca. sechs Wochen kommt es zur Einstufung durch den Medizinischen Dienst.

Entscheidung über die Pflegeform

  • Pflege im häuslichen Umfeld selbst übernehmen
  • Pflege im häuslichen Umfeld durch Pflegedienst
  • Kombinationsleistung
  • Teilstationäre Pflege
  • Pflege im Pflegeheim

Beratung durch Krankenhaus, Kassen, Pflegeverein oder Ihrem Rehaland-Team.

Pflegebett

  • Elektrisch verstellbar
  • Höhenverstellbar
  • Fahrbar
  • Ggf. mit Bettseitenteilen
  • Ggf. mit Beistelltisch oder Bettnachtschrank
  • Ggf. mit höhenverstellbarem Einlegerahmen für Ehebett

Beratung bei Ihrem Rehaland-Team.

Veränderungen im Wohnumfeld

  • Bad und Toilette
  • Türrahmenvergrößerung
  • Rampen (etc.)

Beratung bei Ihrem Rehaland-Team.

Hilfsmittel für Bad und Toilette

  • Badewannenlifter
  • Badewannenbrett
  • Toilettenstuhl
  • Toilettensitzerhöhung
  • Ergonomische Griffe

Beratung bei Ihrem Rehaland-Team.

Hilfsmittel zu Mobilisation

  • Rollstuhl
  • Gehwagen
  • Rollator
  • Patientenlifter
  • Haltegürtel
  • Gleitdecken, Umlagerungshilfen

Beratung bei Ihrem Rehaland-Team.

Stand: Oktober 2009

Kontakt:
Oliver Barth
Tel. 0351 8 66 26 16
E-Mail: barth@sanivit.eu

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2 Antworten

  1. anette asprion sagt:

    Ich bin auf der Suche nach einem Badewannenlift, der möglichst leicht zu montieren /demontieren ist. Habe eine Luftkissenlifter entdeckt. Hat der eine Hilfsmittelnummer?
    Danke für Aufklärung, A. Asprion

  2. Ulla sagt:

    Vielen Dank für die Tipps zur häuslichen Pflege, zu der bestimmt auch bald Rettungstücher zum Standard gehören.

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