Maßnahmen nach einer Amputation

Maßnahmen nach der Amputation durch den Orthopädiemechaniker

Etwa drei bis vier Wochen nach der Amputation erfolgt in Absprache mit dem behandelnden Arzt der Gipsabdruck bzw. die Maßnahme durch unseren Orthopädie-Techniker. Er wird außerdem eine individuelle Untersuchung an Ihnen vornehmen und alle Daten dokumentieren, die für Ihre erste prothetische Versorgung von Bedeutung sind.

Mit Hilfe dieser Angaben ist des dem Othopädie-Techniker möglich, Ihre erste Prothese, die so genannte Interimsprothese, herzustellen.

Erfassung der Stumpfform:

  • manuelles Maßnehmen
  • digitales Maßnehmen
  • Gipsabdrucknahme

Interimsprothese

Bei der Interimsprothese handelt es sich um eine Übergangsprothese. Idealerweise wird sie noch vor der Rehabilitationsmaßnahme angefertigt und angepasst. Die Tragedauer beträgt je nach Verlauf der Rehabilitation ca. drei bis sechs Monate. Der Schaft besteht aus einem thermoplastisch verformbaren Kunststoff, der es dem Orthopädie-Techniker erlaubt, im Verlauf Ihrer Mobilisation auf Volumenschwankungen des Stumpfes und mögliche Konturveränderungen zu reagieren.

Bei der Interimsprothese steht die Anpassbarkeit  des Schaftes sowie die Möglichkeit einer schnellen Justierbarkeit der Passteile im Vordergrund. Aus diesem Grund wird hier auf einen kosmetischen Ausgleich weitestgehend verzichtet.

Im Umgang mit Ihrer Prothese sollten Sie dringend den Anleitungen zum Gebrauch folgen, um eine unsachgemäße Anwendung und daraus folgende Unannehmlichkeiten zu vermeiden.

An dieser Stelle soll zudem als Praxistipp auf die Wichtigkeit von gutem Schuhwerk hingewiesen werden, das Prothese und Schuh eine Funktionseinheit bilden. Wir empfehlen Ihnen neuwertige Halbschuhe mit flexibler durchgehender Sohle, möglichst geringer Absatzhöhe und Schnürung oder Klettverschluss.

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