Ratgeber Ernährung & Mangelernährung

Mangelernährung

Definition:

Mit dem Ernährungsmanagement in der Pflege soll erreicht werden, dass

  • bei jedem Betroffenen mit pflegerischem Unterstützungsbedarf
  • oder einem Risiko oder Anzeichen von Mangelernährung

die orale (mündliche) Nahrungsaufnahme entsprechend seinen Bedürfnissen und seinem Bedarf sichergestellt ist.

Ernährung umfasst dabei auch die flüssige Ernährung, also auch die Getränke.

Risikofaktoren:

  • langwierige Erkrankungen, z.B. chronisch-entzündlich Darmerkrankungen, Tumorerkrankungen, Niereninsuffizienz
  • Kaustörung
  • Schluckstörung
  • Alter
  • Probleme beim Umgang mit Besteck
  • Immobilität
  • Verwirrtheit
  • Demenz
  • Depression
  • Vereinsamung
  • Auslassen von Mahlzeiten

Nährstoffbedarf im Alter:

Die pauschale Aussage, der Körper brauche im Alter weniger Nahrung, ist ein Trugschluss. Die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) formulierten zehn Regeln für eine vollwertige Ernährung gelten prinzipiell für alle gesunden Menschen, ganz gleich welcher Altersgruppe.

Da jedoch mit zunehmendem Alter der Energieumsatz des Körpers sinkt, werden weniger von denjenigen Nährstoffen benötigt, aus denen der Körper Energie gewinnt. Das sind in erster Linie Kohlenhydrate und Fette. Der Bedarf an Eiweiß, Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen bleibt hingegen hoch oder steigt sogar an. Deshalb sollten Nahrungsmittel gewählt werden, die fett- und kalorienarm sind, aber ansonsten eine hohe Nährstoffdichte aufweisen.

Maßnahmen:

  • Ernährungsberatung
  • Eingehen auf Bedürfnisse und Vorlieben
  • Bedarfsgerechtes Nahrungsangebot
  • Optimierte Schmerzbehandlung
  • Optimale medikamentöse Einstellung
  • Gezielte Nährstoffauswahl
  • Sondenernährung oder paenterale Ernährung
  • Reduktion der Medikamentenzahl
  • Zahnbehandlung, Zahnsanierung, Zahnprotese
  • Mundpflege, Mundhygiene
  • Logopädie, Schlucktraining
  • Angemessene Diätverordnung bzw. Überprüfung von deren Notwendigkeit und Nachhaltigkeit

Tipps für Betroffene und Angehörige:

Unsere examinierten Fachkräfte und Ernährungsberater/Innen begleiten in der täglichen Praxis wie folgt:

  • Wir erheben den Ernährungsstatus, erstellen für den behandelnden Arzt einen Therapievorschlag oder führen die Nahrungstherapie nach ärztlicher bzw. durch die Klinik erfolgter Einstellung fort.
  • Wir sorgen für die Bereitstellung der Nahrung und der dafür notwendigen Hilfsmittel an den Heimbewohner oder Patienten bzw. dessen (pflegende) Angehörigen.
  • Die fachgerechte Einweisung an Betroffene und Pflegekräfte erfolgt auf der Grundlage des Medizinproduktegesetzes (MPG), damit einher geht die Verträglichkeitsanalyse und die Komplikationsanalyse.
  • Service- und Dienstleistungen gewährleisten die Kontrollen im technischen Bereich, das heißt wir gewährleisten Reparaturen der für die Nahrungstherapie notwendigen Hilfsmittel, inklusive der Bereitstellung von Ersatzgeräten die dem Betroffenen und Angehörigen zu Hause ein Höchstmaß an Lebensqualität und Unterstützung sichern. Dazu gehören u.a. Rollstühle und Mobilitätshilfen aller Art, Hilfen für Bad und Toilette, Alltagshilfen, Inkontinenzversorgung, Enterale Ernährung Hochkalorische Trinknahrung, Wundversorgung, Sauerstofftherapie, Stoma- und Tracheostomaversorgung.

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1 Reaktion

  1. Erwin sagt:

    Hallo,
    der Artikel erklärt kurz und präzise, wie das Ernährungsmanagement in der Pflege aufgebaut ist. Sehr gut beschrieben. Meine Mutter benutzt auch Trinknahrung auf Anraten Ihres Arztes, und Ihr geht es besser damit.
    Gruß Erwin

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