Sturzproblematik in der Pflege

Stürze zählen zu den häufigsten Ursachen für körperliche Einschränkungen im Alter. Sie stellen eine schwerwiegende Bedrohung für Gesundheit und Lebensqualität dar. Die Folgen eines Sturzes betreffen meist nicht nur den Patienten selbst, sondern auch die nahen Familienangehörigen. Außerdem stellen Sie auch hohe Anforderungen an das Pflegepersonal.

Die Statistik sieht folgendermaßen aus:

  • Ungefähr 1/3 der Menschen über 65 Jahre stürzt mindestens 1 Mal pro Jahr
  • Mehr als 50% der Bewohner von Pflegeheimen ziehen sich mindestens 1x pro Jahr einen Sturz zu
  • Über 20% der Pflegeheim-Bewohner stürzen häufiger aks 3x im Jahr
  • 20% der Stürze benötigen medizinische Betreuung

Das schlimmste Ereignis nach Stürzen ist ein Knochenbruch, vor allen Dingen eine Hüftfraktur. Bis zu 5% aller Stürze enden mit einer Fraktur, und bis zu 20% der Stürze bedürfen weiterer medizinischer Behandlung. Mehr als 25.000 Heimbewohner in Deutschland werden jedes Jahr nach Hüftfrakturen ärztlich betreut.

Doch man kann solche Verletzungen verhindern! Die Schuhe von den Bewohnern sollen eine feste Passform und rutschfeste Sohlen haben. Sehr wichtig ist auch das Nutzen von Gehhilfen und die Begleitung durch Pflegefachkräfte. Therapeutische Maßnahmen können die Bewegung und das Gleichgewicht trainieren.

Zur Sturzprophylaxe zählt auch das Tragen von Hüftprotektoren. Diese können zwar den eigentlichen Sturz nicht verhindern, aber Verletzungen eindämmen. Die Minderung von Sturzfolgen ist ein wichtiger Bestandteil der Sturzprophylaxe.

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